Auswahlkriterien für Tagesgeld
Bei der Frage nach der Besten Anlagemöglichkeit ist die Höhe des Zinssatzes ein entscheidendes, wenn nicht sogar das entscheidende, Kriterium um sich für oder gegen eine Anlageform zu entscheiden. Nicht umsonst werben die Anbieter in erster Linie mit der Höhe der Zinsen. Man unterscheidet zwei Arten von Zinsen. Den Nominalzins und den effektiven Zins. Der Nominalzins ist ein vereinbarter Zinssatz, der jährlich ausgezahlt wird. Der effektive Zins wird meist als effektiver Jahreszins angegeben, auch bei dieser Zinsform erfolgt die Auszahlung jährlich. Der effektive Jahreszins wird aus den Zinsätzen über den Zeitraum der Anlage gebildet und stellt den Durchschnittswert der jährlichen Verzinsung dar. Bei Angeboten, die sehr hohe Zinsen versprechen, ist jedoch Vorsicht geboten. Vereinfacht lässt sich sagen, das je höher die Zinsen sind, des so höher ist das Risiko der Anlageform.
Im Normalfall werden Zinsen einmal im Jahr ausgezahlt. Entweder zum Ende eines Jahres oder zu einem bestimmten Stichtag. Bei einigen Formen der Geldanlage ist diese auch in einem Quartalsweisen oder auch halbjährlichen Rhythmus möglich. Dieser Vorgang nennt sich Zinszahlung. Der Zeitpunkt an dem die Zinszahlung fällig ist, muss vertraglich festgelegt sein Die Höhe der Zinszahlung ist von zwei Faktoren abhängig. Zum einem von der Höhe der Anlagesumme sowie von der Höhe des darauf gegebenen Zinssatzes. Zu beachten für den Anleger ist, das auch für Zinszahlungen Steuern an das Finanzamt abgeführt werden müssen. Diese Steuer gibt es seit dem 01.01.2009 und nennt sich Abgeltungssteuer. Hierbei werden auf Zinszahlungen, die über dem Freibeträgen liegen 25 % Steuern abgeführt. Durch einen Freistellungsauftrag, der bei der Bank gestellt wird, kann man die Abführung der Steuern bis zu dem Freibetrag verhindern.
Die Anlagehöhe beschreibt den Anlagebetrag mit dem die Anlage eröffnet wird. Die Höhe der Zinszahlung hängt direkt von der Anlagehöhe der Geldanlage ab. Vereinfacht lässt sich sagen, das je höher die Anlagesumme ist umso höher ist die Summe die man daraus als Zinszahlung erhält. Die Anlagehöhe kann von Beginn an gleich sein oder sich im Laufe der Zeit, etwa durch Sparraten oder Zinszahlungen weiter erhöhen. Dies ist allerdings von Anlageform zu Anlageform unterschiedlich und es sollte im Vorfeld abgeklärt werden, wie die Vertragsgestaltung aussieht. Auch sollte man beachten, ob bei Laufzeitende des Investition die Anlagesumme in einem Betrag, oder über mehrere Teilbeträge ausbezahlt wird.